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Kampfkunst ist - in letzter Konsequenz - der höchst wirksame Gebrauch von Körper und Geist zu dem Zweck, sich selbst zu einer reiferen Persönlichkeit zu entwickeln und einen Beitrag zum Wohlergehen der Welt zu leisten.

     
           
    1. Ziele der Wing Chun-Ausbildung      
     

Die Wing Chun-Ausbildung umfasst in erster Linie folgende Ziele:

  • Training des Körpers.
  • Erlernen, wie man einen Gegner besiegt.
  • Erlernen eines angemessenen Verhaltens und Entwicklung guter Manieren.

Mit anderen Worten verfolgen alle Trainierenden (Schüler und Lehrer) im jeweiligen Training die Zielsetzung "Körper UND Geist durch permanentes Lernen zu bilden und sich dabei angemessen zu verhalten".

Diese Zielsetzung erfordert eine partnerschaftliche, ethische und moralische Ausbildung, die unter anderem Trainings-,  Hygiene- und Schulregeln (jap.: "Dojo-Regeln") umfasst. 

 

Wing Chun Ausbildung

 
     


"Zielorientiere Wing Chun-Ausbildung" - "Körper und Geist durch permanentes Lernen bilden und sich dabei angemessen verhalten" - durch eine partnerschaftliche, ethisch und moralisch ausgerichtete Ausbildung werden die Leitideen und Wertvorstellungen dieser Schule realisiert.

   
     

Wing Chun hat - im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten (z.B. Ball- oder Mannschaftssportarten) - Werte, die sich aus der Tradition und dem kämpferischen und tätigen Umgang in der Schule bzw. auf der Matte ergeben. Die Vermittlung in diesem Lernbereich erfolgt vor allem durch das Beispiel des Lehrers und der älteren Schüler,  sowie durch ständige freundliche und respektvolle Belehrung.
Jeder Wing Chun-Lehrer ist aufgerufen, seine Schüler immer wieder geduldig mit den Werten und Regeln des Wing Chun vertraut zu machen und sie - falls notwendig - zu begründen.

Im Rahmen der auf dieser Seite auszugsweise vorgestellten Schulregeln und -normen bezieht sich "angemessenes Verhalten" immer auf die Interpretation der jeweiligen Situation. Was "angemessen" ist, bestimmen die Beteiligten gemeinsam.

Als "Erziehungsziel" soll sich beim Einzelnen "soziale Intelligenz" entwickeln, das "Einfühlungsvermögen" in vorliegende konkrete Situationen ausbilden und mit fortschreitendem Training kontinuierlich und stetig verbessern!

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    2. Grundlegendes zu den pädagogische Leitideen des Wing Chun      
     

Wing Chun ist nicht nur ein simpler Sport oder eine auf kämpferischer Auseinandersetzung basierende Kampfkunst, sondern ebenfalls ein Erziehungssystem für junge und durchaus auch ältere Menschen. Dieses Erziehungssystem stützt sich auf das "körperliche Begreifen", d.h. auf die körperliche Erfahrung in der Auseinandersetzung mit Übungspartnern.

Durch Wing Chun wird der Körper der Übenden gesund und kräftig ausgebildet und der Geist geschärft. Letzten Endes werden beide als Einheit "nützlich".

 
Pädagogische Leitideen
 
     


"Wohin führt der Wing Chun Weg?" - Wing Chun kann nicht nur Kampfkunst sondern auch Erziehungssystem für junge und durchaus auch noch für ältere Menschen sein - somit wird Wing Chun zum Begleiter auf dem Lebensweg eines jeden Einzelnen!

   
     

Allgemein gilt:

  • Das Erlernen von und die Auseinandersetzung mit Wing Chun soll einen Beitrag zur Entwicklung der "motorischen Fähigkeiten" leisten.
    Das Wing Chun in dieser Schule ist eine Kampfkunst, die mit Fallschule, vielfältigen Schlag-, Griff-, Wurf-, Fege-, Bodenkampf- bzw. Grappling- und Tritttechniken vom Übenden komplexe Fähig- bzw. Fertigkeiten abverlangt. Zu deren sicherer Beherrschung muss der Übende letztlich die Notwendigkeit akzeptieren, sich auf einen längeren Übungs- und Reflexionsprozess in Kombination mit vielfältigen und durchaus frustrierenden Erlebnissen einzulassen, die es zu meistern gilt.
    "Geduld, Durchhaltevermögen und konstantes Training" sind die Grundvoraus-setzungen für stetigen Fortschritt im Wing Chun. Wer diese drei Mindestvoraussetzungen nicht erbringen kann oder will, hat mit Wing Chun mit Sicherheit den falschen Sport gewählt.
  • Aspekte wie kognitives und emotionales Lernen, also das, was man als einen Beitrag zur Entwicklung der "Intelligenz und des emotionalen Selbstvertrauens" bezeichnen kann, werden vor allem durch die partnerschaftlichen als auch kämpferischen Auseinandersetzungen der Wing Chun-Übenden vermittelt.
  • Auch andere Aspekte, wie beispielsweise partnerschaftliches Denken sowie sittliches, moralisches und durchaus auch ästhetisches Lernen werden durch Wing Chun gefördert.

Somit leistet Wing Chun, wenn die Lerninhalte sich nicht ausschließlich auf Vermittlung der konditionellen Fähigkeiten und der Bewegungsfertigkeiten beschränken, durchaus einen Beitrag zur Entwicklung grundlegender Sozialkompetenz, der Empathie und der Körperwahrnehmung.

Durch die körperliche Auseinandersetzung mit einem Partner und über das körperliche Training können im Wing Chun Erfahrungen gemacht werden, die nachhaltig die persönliche Haltung positiv beeinflussen. Im Üben des Wing Chun, dem Zweikampf mit Körperkontakt, eröffnen sich Lern- und Erfahrungsfelder wie Bekanntschaft mit den Trieben und der eigenen Person, existentielle Grunderfahrungen, symbolische Bewältigung von Bedrohung und soziales Lernen. Aber auch Aspekte wie Gesundheit, Wohlbefinden und Bindung an die Sportart und Kampfkunst Wing Chun spielen eine wichtige Rolle.

Dies alles kann jedoch nur in einem "Lernklima" geschehen, in dem jeder Übende als Individuum wahr- und ernst genommen wird, in dem Ziele immer wieder geduldig erklärt werden und in dem die Übenden untereinander offen und ehrlich miteinander umgehen und sich mit gegenseitigem Respekt begegnen.

Um dieses positive Lernklima aufzubauen und zu entwickeln, sind sowohl Lehrer als auch Schüler (Fortgeschrittene gleichermaßen wie Anfänger) aufgerufen, nachfolgende Verhaltensmaßnahmen - falls notwendig - zu ergreifen:

  • Hinweis auf Regelverstöße geben und Aufarbeitung derselben,
  • Eingreifen bei Konflikten zwischen Übenden,
  • Belehrung über Regeln und Verhaltensnormen,
  • Besprechen von Verhaltensnormen in der Schule,
  • Vorbild des Lehrers und der älteren Schüler und
  • Herausstellen von erwünschtem, beispielhaftem Verhalten, etc.

Das auf diese Weise entstehende Lernklima im Wing Chun Training muss dauerhaft frei von psychischer und physischer (körperlicher) Gewalt sein und dem Einzelnen ein erfreuliches und effizientes Training ermöglichen!

Jedem soll gestattet sein, im Rahmen seiner Möglichkeiten seine Persönlichkeit und seine Fähigkeiten voll zur Entfaltung zu bringen!

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3. Die Wing Chun Leitideen

     
     

Wing Chun wird von zwei übergeordneten Leitideen geprägt, die alles Handeln in dieser Kampfkunst bestimmen sollen und Ausdruck des erzieherischen Anspruchs im Wing Chun sind. Diese zwei Leitideen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Durch das Üben soll der bestmögliche Nutzen aus den eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten gezogen werden!
  • Durch die stetige Arbeit an der eigenen Persönlichkeit soll ein Beitrag zum gemeinsamen, menschlichen Wohlbefinden und persönlichen Glück geleistet werden!

Beide Leitideen beziehen sich nicht nur auf Wing Chun, sondern auf das gesamte soziale Leben.

Wing Chun beginnt als "Kunstfertigkeit" und führt schließlich zu einer "Lebenshaltung"!

Dies spiegelt das "daoistische (taoistische) Fundament" wider, durch das Wing Chun gestützt wird (siehe dazu den Artikel "Daoismus im Wing Chun").

  Wing Chun Leitideen  
     


"Mens sana in corpore sano - ein gesunder Geist in einem gesunden Körper" - Den bestmöglichen Nutzen aus den eigenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu ziehen und durch stetige Arbeit an sich selbst die eigene Persönlichkeit zu vervollkommnen - Wing Chun mag zwar als "Kunstfertigkeit" beginnen, führt auf Dauer aber zu einer "Lebenshaltung"!

   
     

Dementsprechend ist der bestmögliche Einsatz von Körper und Geist das höchste Ziel im Wing Chun.

Beim Studium des Wing Chun ist es entscheidend, dass der Körper trainiert und der Geist kultiviert wird. Dies geschieht im übertragenen Sinn vorwiegend durch die Methode von "Angriff und Verteidigung" mit dem Ziel, den "bestmöglichen Einsatzes von Körper und Geist" zu verstehen.

Durch diese Vorgehensweise strebt man permanent nach eigener Perfektion und trägt zum Wohl in der Welt bei. Das ist das letzte und höchste Ziel im Wing Chun - denn der wesentliche Teil ist nicht die Technik, sondern der "Weg" an sich!

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    4. Die Schule - der Ort des Übens      
     

Ursprünglich war die Schule ein "heiliger Platz" zum Meditieren von Mönchen. Nicht umsonst heißt der Trainingsort beispielsweise in Japan "Dojo", was soviel wie "Ort zum Üben des Weges (Dao bzw. Do)" bedeutet.

Um ein möglichst effizientes Lernen und intensives Training zu ermöglichen und die oben aufgezählten Prinzipien und pädagogischen Leitideen des Wing Chun umzusetzen, ist es notwendig, dass ALLE Übenden sich gewissen Regeln beugen und sich von den Wertvorstellungen des Wing Chun leiten lassen.

Diese Regeln und Wertvorstellungen sind im nächsten Absatz aufgelistet.

(nach oben)

  Die Schule - Ort des Übens  
           
   

5. Wing Chun Werte - was von jedem erwartet wird

     
     

Wing Chun als Kampfkunsttraining wird von bestimmten Wertvorstellungen geprägt, die sowohl das Training effizienter gestalten, als auch dem Einzelnen helfen sollen, sich bestmöglich zu entwickeln.

Zu den wichtigsten Wertvorstellungen gehören:

  Wing Chun Werte  
     

1. RESPEKT

Begegne Deinem Lehrer und den Trainingsälteren stets zuvorkommend und respektvoll. Erkenne die Leistung derjenigen an, die schon vor Deiner Zeit Wing Chun trainiert haben!
Begegne als Fortgeschrittener auch Deinen jüngeren Mitschülern respektvoll und hilf Ihnen bei der Entwicklung Ihrer Fähigkeiten.

Weiterhin möchten wir mit den Vertretern anderer Kampfkünste oder anderer Wing Chun-Stilrichtungen (WT, VT, VC, etc.) kollegial und in Frieden leben. Wir alle gehören einer Gemeinde von Kampfsport- und Kampfkunstfreunden an. Vermeide es deshalb, Rivalität und Zwietracht zwischen uns und anderen Schulen zu erregen. Schade auch niemals dem Ansehen des Wing Chun durch Dein Auftreten oder Deine Äußerungen in der Öffentlichkeit (mündlich oder schriftlich)!

   
           
     

2. HÖFLICHKEIT

Das Angrüßen und Abgrüßen im Stand ist die korrekte Art, einen Partner zum Üben aufzufordern und sich nach dem Üben am Ende des Trainings zu bedanken und sich zu verabschieden. So drücken wir den gegenseitigen Respekt füreinander aus. Zusätzlich gibt man sich mit der Verbeugung auch das Versprechen, die Wing Chun-Leitideen nach bestem Können, Wissen und Gewissen zu beachten. Man versichert sich gegenseitig, hart aber auch mit freundschaftlichen Absichten zu trainieren.

Behandle Deine Trainingspartner und Sparringsgegner wie Freunde. Zeige Deinen Respekt gegenüber jedem Wing Chun-Übenden während des Trainings durch Handschlag, Verbeugung oder andere Höflichkeitsbezeugungen (natürlich ohne es zu übertreiben - aber dennoch in gesundem Maß).

Bedenke, dass es einer Beleidigung gleichkommt, einen Übungspartner nachlässig oder abfällig anzusprechen oder nicht zu begrüßen.

Begrüße Deine Trainingspartner vor dem Training und verabschiede Dich nach dem Training von ihnen, z.B. per Handschlag. Drücke auf diese Art Euren gemeinsamen gegenseitigen Dank aus, dass Du mit Ihnen und sie mit Dir trainieren dürfen!

   
             
     

3. WERTSCHÄTZUNG

Erkenne die Leistungen jedes anderen an, wenn dieser sich nach seinen Möglichkeiten ernsthaft anstrengt!

Nicht jeder ist ein Ausnahmetalent, perfekt in der Körperkoordination und ausgestattet mit einer schnellen Auffassungsgabe. Unter vielen Kampfsportlern sind nur wenige "wirkliche Kämpfer". Wichtig ist vielmehr, dass jeder das ihm maximal Mögliche gibt und in jedem Training sein persönliches Leistungslimit erreicht. Diese Bemühung soll jeder anerkennen und wertschätzen!

     
             
     

4. SELBSTBEHERRSCHUNG

Achte auf Disziplin bei Training und Sparring und diszipliniere Dich stets auf ein Neues! Verliere im Training, auf der Matte oder im Ring nie die Beherrschung - auch nicht in Situationen, die Du als unfair empfindest! Gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt sollten selbstverständlich sein.

Wenn Dir eine Übung gezeigt wurde, dann übe sie zunächst diszipliniert, stelle anfangs nur die nötigsten Fragen. Versuche zuerst, den Sinn einer Übung durch eigenes Nachdenken selbst zu erfassen, systematisch einzuordnen und kläre genauere Details erst nach ausführlicher Übung.

     
             
     

5. PÜNKTLICHKEIT

Achte auf Pünktlichkeit beim Training. Komme nicht zu spät, da Du dadurch den Trainingsablauf störst, Erklärungen bzw. Trainingsinhalte verpasst und zusätzlich dem Lehrer und Deinen Mitschülern mangelnden Respekt entgegenbringst!

Falls Du dennoch zu spät kommst, störe nicht das Training, sondern melde Dich bei dem Lehrer bzw. dem jeweiligen Ausbilder, damit er Dich in den Trainingsablauf integrieren kann.

     
             
     

6. HILFSBEREITSCHAFT

Hilf Deinem Partner, die Techniken korrekt zu erlernen. Sei ein guter Trainingspartner! Unterstütze als Fortgeschrittener die Anfänger. Hilf den Neuen, sich in der Gruppe zurecht zu finden.

Denke immer daran: eine Hand für die Schule und eine Hand für Dich! Dein Fortschritt im Wing Chun ist abhängig von Deinen Partnern. Hilf selbständig beim Auf- und Abbau der Matten. Räume nach beendetem Training selbständig den Trainingsraum mit auf und sei immer aufmerksam, ob es noch etwas zu tun gibt, was erledigt werden muss.

Wenn es sonst keiner macht, mach Du es - am Besten ungefragt!

     
             
     

7. EHRLICHKEIT

Kämpfe stets fair und ohne unsportliche Handlungen und ohne Hintergedanken! Verhalte Dich stets ehrlich gegenüber Deinem Lehrer und Deinen Trainingspartnern.

     
             
     

8. MUT

Nimm im Sparring ("Stand-up" oder Bodenkampf / Randori) Dein Herz in die Hand. Gib Dich niemals auf - auch nicht bei einer drohenden Niederlage oder bei einem scheinbar übermächtigen Gegner!

Lass Dich nicht unterdrücken!

     
             
     

9. BESCHEIDENHEIT

Spiele Dich selber nicht in den Vordergrund. Sprich über Deine Erfolge nicht mit Übertreibung und gib' nicht an!

Beweise Dich durch Taten statt durch Worte!

Orientiere Dich an den Besseren und nicht an denen, deren Leistungsstand Du bereits erreicht hast!

     
             
     

10. ERNSTHAFTIGKEIT

Sei bei allen Übungen und im Sparring konzentriert und voll bei der Sache!

Albere nicht herum und lenke andere Übende nicht vom Training ab! Entwickle eine stets positive Trainingseinstellung und übe immer fleißig!

     
     

Diese Werte stellen zusätzlich eine Richtschnur dar, an der sich jeder Übende bzgl. des Umgangs mit Anfängern, Fortgeschrittenen, anderen Schulen, etc. orientieren kann. Diese Wertvorstellungen sollen von jedem Mitglied auf Dauer verinnerlicht werden.

(nach oben)

     
           
   

6. Regeln, die die Hygiene betreffen

     
     

Im Training hat man permanenten Kontakt mit dem Trainingspartner. Zusätzlich berührt man häufig mit dem Kopf bzw. den Armen oder anderen ungeschützten Körperpartien die Matte. Aus diesem Grund existieren grundlegende Hygienevorschriften, die jeder Schüler strengstens zu beachten hat und die zum eigenen Schutz bzw. dem Schutz des Partners notwendig sind.

  Regeln zur Hygiene  
     


"Körperhygiene" - Ohne klare Hygieneregeln, die von jedem Mitglied befolgt werden müssen, kann ein schweißtreibendes Training auf Dauer ziemlich unangenehm werden. Nach Schweiß riechende T-Shirts, muffige Handschuhe oder qualmende Schuhe können zur Belastung für den Trainingspartner werden.

   
     

Die Hygienevorschriften lauten:

  • Halte stets die Matte sauber!
  • Die Matte darf nur mit sauberen Turnschuhen mit weitestgehend glatter, heller Sohle (nicht abfärbend, keine scharfen Kanten) betreten werden!
  • Tropft beim Fitnesstraining oder normalen Training Dein Schweiß auf die Matte, sorge dafür, dass Du ihn mit einem von Dir mitgebrachten Handtuch wegwischst!
  • Deine Trainingskleidung sollte stets sauber und ohne Mangel sein! Verschmutzte oder nach Schweiß riechende Trainingsbekleidung ist eine starke Belästigung für jeden in Deiner unmittelbaren Nähe und behindert allgemein den effektiven Trainingsablauf, da u.a. keiner mit Dir trainieren mag. Wasche Deine Kleidung dementsprechend regelmäßig und lüfte Deine Sporttasche, Deine Schuhe und Handschuhe rechtzeitig nach dem Training aus.
  • Die Fingernägel (und Fußnägel für den Fall, dass ohne Schuhe trainiert wird) sind stets kurz geschnitten zu halten, damit sich daran niemand verletzt!
  • Wunden sind so zu schützen (Pflaster, Verband, etc.), dass sie weder die Kleidung noch den Partner beschmutzen!
  • Bei Erkrankungen (Erkältung, Fieber, allgemeine Ansteckungsgefahr, etc.) und Verletzungen soll man grundsätzlich nicht trainieren, um sich und die Partner zu schützen!
  • Lange Haare müssen zusammen gebunden werden, damit die Partner nicht belästigt werden und überall an der Bekleidung (Hose, Jacke) greifen können! Am besten trägt man seine Haare kurz.
  • Es dürfen keine harten Gegenstände (Halsketten oder Arm- bzw. Fußkettchen, Haarklammern, Lederbänder, Ringe, etc.) getragen werden, damit man sich und andere dadurch nicht verletzt!
  • Vor Beginn sollte man sich die Hände (und Füße - für den Fall, dass ohne Schuhe trainiert wird) waschen. Die Trainingspartner werden es Dir danken!
  • Das Kauen von Kaugummi während des Trainings ist untersagt!
  • Die Einnahme von Medikamenten, Drogen, Alkohol, etc. vor dem Training ist strengstens untersagt. Im Fall von Medikamenten können Ausnahmen gemacht werden. Der Lehrer ist vor Beginn des Unterrichts selbständig über eingenommene Medikamente zu unterrichten!

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    7. Schutzausrüstung      
     

Wing Chun ist ein regelloses Kampfkunstsystem und attackiert mit teils hochgefährlichen Techniken sämtliche Ziele des menschlichen Körpers. Dazu zählen Solar Plexus, Rippen, sämtliche Gelenke (z.B. Knie, Ellbogen, Handgelenk, Schulter, Sprunggelenk, etc.), Hals, Augen, Kinn, Hinterkopf, Genitalbereich, etc. - Schutzausrüstungen sowohl für empfindliche Körperteile als auch für die Hände sind somit unverzichtbar (siehe dazu den Artikel zur Trainingskleidung)!

Die nachfolgend aufgezählte Schutzausrüstung ist verpflichtend:

  • Eine stabile schwarze Hose, an der im Bodenkampf gerissen werden kann, ist Pflicht!
  • Eine stabile weiße Judojacke / Allkampfjacke, die Griff-, Wurf-, Zug- und Würgetechniken erlaubt, ist Pflicht!
  • Schienbeinschoner, die den Schutz beider Übenden gewährleisten, sind Pflicht!
  • Ein Genitalschutz, um auch bei zufälligen Genitaltreffern einen ausreichenden Schutz zu bieten, ist Pflicht!
  • Ein Zahn- bzw. Gebissschutz ist im Lat Sao, Sparring und Bodenkampf (Randori) Pflicht!
  • Zwei Paar Handschuhe (Box- und MMA-Handschuhe) sind im Sparring, im Lat Sao und bei gängigen Schlagkraft- und Koordinationsübungen Pflicht!
  • Für das Training von Biu Tze-Techniken sind "später" im Sparring Ellbogenschoner und Helm Pflicht! Nach präziser Absprache zwischen den Übenden kann es in diesem Punkt Ausnahmen geben, wobei die Übenden die Verantwortung für entstehende Verletzungen übernehmen!
  Schutzausruestung  
     


"Schutz geht vor!" - Ohne akzeptable Schutzausrüstung ist ein gutes Training unmöglich und es besteht zudem ein hohes Maß an Eigen- und Fremdgefährdung. Wer möchte schon durch einen verirrten Ellbogen des Trainingspartners einen Zahn verlieren oder im Eifer des Gefechts dem Partner einen Zahn ausschlagen. Unfälle passieren in jedem Sport - aber man kann sich davor sehr gut schützen!

   
     

Der Schüler hat dafür zu sorgen, dass er sich schnellstmöglich (nach Beginn der Mitgliedschaft) diese notwendigen Utensilien (mit Ausnahme der Ellbogenschoner) zulegt, um ein sinnvolles Training zu ermöglichen.

Schutzausrüstung ist teuer bzw. kostet eine gewisse Summe Geld. Wer allerdings nicht bereit oder in der Lage ist, diesen finanziellen Aufwand für seinen persönlichen Schutz und auch den Schutz des Trainingspartners zu investieren, kann leider kein Wing Chun trainieren, da die eigene Sicherheit UND die Sicherheit des Partners oberste Priorität besitzen!

Diese Vorschrift ist nicht von kommerziellen Überlegungen geprägt, sondern resultiert einzig und allein aus dem Wunsch aller nach einem möglichst verletzungsfreien Training.

Wen wundert diese Vorschrift also wirklich?

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    8. Mitgliedschaft - volljährig und ohne Vorstrafe      
     

Die Mitgliedschaft ist - da es zur Zeit weder Kinder- noch Jugendgruppenunterricht gibt - frühestens mit Erreichen der Volljährigkeit möglich!

Ist man älter als 35 Jahre, ist eine Mitgliedschaft ebenfalls nicht mehr möglich, außer man ist außerordentlich motiviert, gut koordiniert, hat bereits lange Kampfsporterfahrung und ist noch recht fit.

Ist ein Neuinteressent vorbestraft, ist eine Mitgliedschaft ausgeschlossen!

Mitglieder, die während der Dauer ihrer Mitgliedschaft aufgrund eines Gesetzesverstoßes eine Vorstrafe erhalten (Körperverletzung, etc.), werden unmittelbar vom Unterricht und von der Schule ausgeschlossen!

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  Mitgliedschaft  
           
    9. Beendigung der Mitgliedschaft eines Schülers      
     

Nimmt ein Schüler aus reiner Bequemlichkeit mehr als drei Monate nicht am Training teil oder erscheint nur sporadisch alle paar Wochen zu der einen oder anderen Trainingseinheit, kann aber keine triftigen Gründe für seine Abwesenheit anführen (Auslandsaufenthalt, Krankheit, etc.) kann seine Mitgliedschaft in dieser Schule "nach Absprache mit den Mitgliedern" beendet werden.

  Mitgliedschaft eines Schuelers beenden  
     


"Tschüss, auf Wiedersehen und gute Reise" - Wer über Monate unbegründet nicht trainiert bzw. nicht im Training erscheint, muss gehen!

   
     

Fakt ist, dass man Prioritäten setzen muss, wenn man Wing Chun lernen will. Das System ist komplex. Daher muss man einen gewissen Aufwand betreiben, um es zu erlernen. Ein Teil des Aufwands besteht aber erst einmal darin, motiviert zum Training zu erscheinen, dort zuzuhören, die Inhalte aktiv zu verarbeiten und ohne viel Gerede oder Pausen effektiv zu trainieren. Allein das scheint einigen Leuten schon große Schwierigkeiten zu bereiten.

Nur warum wollen sie dann einen Kampfsport erlernen?

Leider wollen viele Leute, die sich in den Kampfsport verirren, eigentlich gar nicht wirklich lernen, sondern eben irgendwie "mit dabei sein" und behaupten, sie würden "auch Kampfsport treiben".

Wer gibt sich nicht gerne den Anstrich eines kämpferischen Charakters?

Interessanterweise kann man solche Leute recht schnell identifizieren, da sie früher oder später mehr oder weniger unwillig trainieren, bei der Fitness vorzeitig aufhören, immer und immer wieder motiviert werden müssen, sich über jeden winzigen Körpertreffer beklagen und die Zähne nicht zusammenbeißen können. Irgendwann kommen sie immer weniger zum Training und bleiben dann dauerhaft über längere Zeit dem Training fern. Für ihre Abwesenheit fallen ihnen dann die gewohnten Ausreden ein.

Glücklicherweise ist trotz aller Ausreden, die man von Seiten mancher Schüler hört, klar, dass sich immer eine Gelegenheit finden lässt, mindestens einmal pro Woche im Training zu erscheinen. Wie gesagt: "man muss Prioritäten setzen" bzw. "man muss lernen, Prioritäten zu setzen" und sich mindestens den einen Trainingstermin freizuhalten.

Trainiert man einmal pro Woche Wing Chun, hat man das Minimum an Trainingseinsatz erreicht, bei dem sich überhaupt noch ein Quäntchen Fortschritt einstellen kann. Unterschreitet man hingegen den wöchentlichen Trainingstermin, wird man ganz sicher keinerlei Fortschritt in diesem System verzeichnen und sollte das Training einstellen, um die eigene Zeit, die Zeit der Trainingspartner und des Lehrers nicht unnötig zu verschwenden und sinnlose Mitgliedsbeiträge für Trainingseinheiten zu zahlen, die man nicht besucht.

Mitgliedsbeiträge ersetzen keinen Trainingspartner und diese Schule besteht nicht aus Gründen der persönlichen Bereicherung, sondern schlichtweg, um gutes Wing Chun-Training zu praktizieren - und zu diesem Zweck braucht es gute und talentierte Schüler, Trainingspartner, Kumpels und Freunde, die motiviert trainieren.

Schüler, die nicht im Training erscheinen, weil sie sich nicht motivieren können, werden daher von der Mitgliedschaft ausgeschlossen!

Das klingt hart, ist aber sinnvoll, da als Resultat die Gruppe gestärkt wird und am Ende die wenigen Schüler übrig bleiben, die wirklich motiviert trainieren.

Zwar bleibt die Schule bezogen auf die Mitgliederzahl somit stets kleiner als bei Schulen, die auf Kommerz ausgerichtet sind und jeden trainieren. Dennoch macht das Training mit motivierten und konsequent trainierenden Mitgliedern auf Dauer mehr Spaß, mehr Sinn und ist letzten Endes am effizientesten.

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    10. Haftpflichtversicherung      
     

Eine Mitgliedschaft ist nur dann möglich, wenn der Schüler von Beginn der Mitgliedschaft bis zu ihrem Ende dauerhaft über eine Haftpflichtversicherung versichert ist (eigene Haftpflichtversicherung oder über die Eltern versichert, etc.).

Das Bestehen der Haftpflichtversicherung ist als Nachweis in Form des Vorlegens der Versicherungspolice zu erbringen. Über das Fortbestehen dieser Versicherung ist in jedem Folgejahr der Mitgliedschaft erneut ein Nachweis zu erbringen.

  Haftpflichtversicherung  
     


"Verletzungen passieren" - Daher ist eine eigene Haftpflichtversicherung dringend notwendig. Manchmal rutscht dem Trainingspartner unabsichtlich die Faust oder der Ellbogen aus und eine Kante vom Zahn fliegt weg. Das ist zwar äußerst selten, kann aber passieren - dann ist es besser, wenn die Haftpflichtversicherung einspringt, als dass man den Schaden aus eigener Tasche bezahlen muss.

   
     

Sollte ein Schüler im Training seinen Trainingspartner verletzen, kann über diese Haftpflichtversicherung der entstandene Schaden beglichen werden.

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© 2009 Dr. Cord Elsner - WING CHUN - Stuttgart
     
             
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