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ALLGEMEINES ZU DEN GRUNDLAGEN

     
     

Jeder, der Wing Chun in meiner Schule erlernt, arbeitet von Anfang an am Aufbau eines starken Fundamentes aus Grundlagen - die "Basics", wie man sie gerne nennt.

Viele Techniken im Wing Chun bauen auf diesem Fundament auf. Hat man hier "geschlampt", Fehler eingeschliffen bzw. beherrscht diese Techniken nicht im ausreichenden Maß, zieht sich dieser Mangel auf ewig durch alle Bewegungsabläufe.
Ein sauberes Training UND Verständnis der Grundlagen ist also das A und O - sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.
Anstatt die Grundlagen einmal kurz einzuschleifen und danach links liegen zu lassen, übt man diese sein ganze "Wing Chun Leben" unaufhörlich. Nur so bekommt man Routine und verschmilzt auf Dauer mit der Bewegung.

Eine Warnung vorweg: ich unterrichte ganz sicher etliche Dinge anders, als man es von traditionellen Wing Chun (WT, VT, VC) Schulen kennt. Beispielsweise ordne ich Inhalte, die andere Lehrer als fortgeschritten einstufen würden, zu den Grundlagen. Das hat seine Gründe, die ich weiter unten kurz anreiße.

Zu den Grundlagen zählen in meiner Schule u.a. die Formen wie z.B. Siu Nim Tao, Cham Kiu, Biu Tze, Holzpuppe, etc. als auch einfache Handtechniken, Übungen zur Schrittarbeit, essentielle Reflex- und Reaktionsdrills zum Erlernen von Chi Sao als auch die nicht zum traditionellen Wing Chun gehörende Fallschule und erste Takedown-Techniken gepaart mit Boden-Kontrolltechniken. Es gilt also sofort eine breite Palette an Inhalten zu erlernen.

Wir haben keine Zeit zu verlieren, oder?

Praxisübungen sind allerdings nur eine Seite der Medaille - der Anfänger bekommt zusätzlich ein theoretisches Grundgerüst verpasst, damit er zügig einen rudimentären Überblick über Wing Chun  bekommt.
Einerseits beschäftigen wir uns mit Standardinhalten wie der Entstehungslegende des Systems, den Prinzipien, Notwehrrecht, Philosophien aber auch mit den unschöneren Themen wie der Finanzstruktur im Wing Chun, sinnlosen Titelvergaben (Meister, Sifu, etc.) usw. - jeder wird so umfassend wie möglich aufgeklärt, auf dass er Wing Chun hoffentlich als das erkennt, was es letzten Endes ist: "eine faszinierende Kampfkunst unter vielen - mit Vor- und Nachteilen".

Nachfolgend sind die Übungen, die ich in meiner Schule als "Grundlagen" bezeichne, aufgelistet. Ich spare mir jedoch allzu genaue Erklärungen. Immerhin sind diese Informationen in erster Linie meinen Mitgliedern im Training vorbehalten.

Für diejenigen, die bei mir trainieren oder sonst Interesse haben, habe ich hier - wie bei uns in der Schule bei allen Trainingsinhalten üblich - sämtliche Übungen auf einem Plakat aufgelistet. Das dazugehörige PDF kann hier heruntergeladen werden:

GRUNDLAGENPLAKAT HIER KOSTENLOS HERUNTERLADEN

   
     


"Grundlagenplakat" - Wer will (meine Schüler oder Externe, die damit was anfangen können), kann sich gerne das Grundlagenplakat hier als PDF runterladen. Einfach auf das Bild klicken bzw. den Link über dem Bild anwählen.

     
     

Das Plakat hat DIN A3 Format und ist als "high quality print" erstellt worden. Es kann also auch leicht auf DIN A0 ausgedruckt werden. So hängt es jedenfalls bei uns in der Schule auf einer DIN A0 Magnettafel und sieht prima aus und ist eine Gedächtnisstütze für alle.

Viel Spaß damit!

(nach oben)

     
           
             
             
   
FORMEN
     
     

Zu Beginn lernt jeder Neuinteressent bereits in der ersten Stunde die Siu Nim Tao.

Das Probetraining dauert bekanntermaßen vier Wochen und ich erwarte, dass in dieser Zeit der grundlegende Bewegungsablauf der ersten Form sitzt. Das ist also quasi ein erster "Test" der Koordinationsfähigkeit, der Disziplin und der Fähigkeit zur Einprägung von Bewegungen des Schülers. Wenn es nach vier Wochen mit der ersten Form schlecht aussieht, sieht es auch mit der Probemitgliedschaft schlecht aus.

Ganz einfache Bedingung gleich zum Start ...

Für die Schüler, die ich hier trainieren will bzw. trainiere, stellt diese Bedingung allerdings eher einen Witz als eine echte Herausforderung dar, wie mir schon etliche bewiesen haben. Die meisten erledigten die Aufgabe ehrgeizig schon nach drei Wochen. So sollte es sein!

   
     


"WINGCHUNtipp #70 zur Siu Nim Tao" - Formen beinhalten die meisten Bewegungen des Systems in komprimierter Art und Weise (weitere Tipps siehe www.wingchuntipps.de)

   
     

Läuft die Siu Nim Tao relativ reibungslos durch, ohne dass größere Korrekturen nötig sind, setzt der Anfänger mit der Cham Kiu fort. Sehr gute und talentierte Anfänger haben bereits nach vier Wochen Mitgliedschaft mit der Cham Kiu begonnen und diese bereits nach drei Monaten abgeschlossen. Der Schüler bestimmt durch sein Können und seinen Einsatz selbst das Tempo, in dem er vorangehen will.

Als nächstes kommt dann die Biu Tze. Auch das kann durchaus sehr rasch gehen. Einige sehr gute Schüler haben sich bereits nach 4 Monaten an die Biu Tze gewagt.

Wer die ersten drei Formen fehlerfrei (nur bezogen auf die Bewegungen - die Dynamik wird zu diesem Zeitpunkt noch vernachlässigt) zeigen kann (alle Elemente müssen enthalten sein), geht weiter an die Holzpuppe.
Üblich sind ca. 6-9 Monate, bis man damit beginnt. Man startet zunächst mit dem Rohablauf der Form ohne an der Holzpuppe zu stehen (also sozusagen "Luftpuppe" … hahaha). Wenn man mit dem Ablauf vertraut ist, vertieft man weiter direkt an der Holzpuppe.

Genau nach dem Muster des Erlernens der Holzpuppe erarbeitet man sich anschließend die Schrittform der Tripodalpuppe. Man beginnt zunächst mit der groben Form ohne Tripodalpuppe und vertieft anschließend den Bewegungsablauf an der Tripodalpuppe selbst.

Parallel zu den Formen beginnt jeder (der will) mit der Waffenschrittarbeit für Langstock und Doppelmesser (siehe unten). Erste Langstockkraftübungen helfen, die nötige Kraft aufzubauen, die für das Führen des Langstocks nötig ist. Schließlich will man ja nicht ewig warten, bis man den Langstock bedienen darf, nur um festzustellen, dass man kostbare Jahre Lebenszeit verschwendet hat und plötzlich zu alt ist, um den Stock zu bedienen - die Kraft fehlt schlichtweg.

Nachfolgend sind die Formen aufgelistet. Danach erkläre ich noch kurz, warum ich so vorgehe.

     
     
01. SOLOFORMEN OHNE TRAININGSGERÄT:
     
     
  1. Siu Nim Tao ("Kleine Idee, Am Anfang etwas üben, etc.") → 8 Sätze mit Anfangsbewegung (Hoi Ma) und Endbewegung (Sao Sik)
     
     
  1. Cham Kiu ("Brücke bauen, Brücke schlagen, Brücke absenken, etc.") → 4 Sätze
     
     
  1. Biu Tze ("Stoßende Finger, Stechende Finger, etc.") → 12 Sätze
     
     
02. SOLOFORMEN MIT TRAININGSGERÄT:
     
     
  1. Mok Yan Chong Fat ("Holzpuppenform") → 8 Sätze
     
     
  1. Saam Sin Chong Fat ("Tripodalpuppenform") → 8 Sätze
     
     
03. SOLOFORMEN MIT WAFFEN ("Waffenformen"):
     
     
  1. Look Dim Poon Kwan ("Langstockform") → 6½-Punkte-Langstockform
     
     
  1. Bart Cham Dao ("Doppelmesserform") → 8 Sätze
     
     

Man sieht, die Formen werden hier schnell - wenn nicht sogar "sehr schnell" - vermittelt. Das halten meine Schüler und ich für völlig normal.
Einige Lehrer bzw. Schüler anderer traditioneller Schulen, wo teilweise Wartezeiten von 4-5 Jahren existieren, bevor die Biu Tze oder Holzpuppe überhaupt begonnen werden "darf", mag das jedoch überraschen.

Ich kann dazu nur sagen, dass ich solche pauschalen Wartezeiten schlichtweg für Unsinn halte. Stattdessen bin ich felsenfest davon überzeugt, dass der Schüler sämtliche Formen so gut wie sofort benötigt.
Nur so kann er Wing Chun Bewegungen, die über Tan, Pak und Kettenfauststöße hinausgehen und z.B. Handkanten, Fingerstiche, Ellbogen oder Flankenangriff enthalten, korrekt ausführen und verstehen, woher diese Bewegungen kommen.

Uns allen ist klar: Formentraining ist ohnehin nicht in einem Jahr erledigt sondern wird ein Leben lang geschliffen. Jeder hat also einen langen Weg voller Detailierung vor sich.

Warum also dem Schüler nicht ermöglichen, das größere Bild sofort zu sehen und mit dem großen Bild vor Augen zu üben, anstatt ihm Wissen vorzuenthalten?

Stopt man den Schüler künstlich, frustriert man ihn früher oder später. Denn irgendwann erkennt er, was er schon alles hätte verstehen oder begreifen können, wenn er nur frühzeitig hätte lernen dürfen.

Das kann nicht Sinn der Sache sein!

(nach oben)

     
           
             
             
 
 
HANDTECHNIKEN
     
     

Betrachtet man die oben aufgelisteten Formen, entdeckt man die unterschiedlichsten Bewegungen bzw. Hand- oder Armpositionen wie z.B. die Standards: Tan Sao, Pak Sao, Bong Sao, Fook Sao, Jam Sao.

Kombinationen aus diesen Bewegungen und Hand- oder Armpositionen in Verbindung mit Körperwendungen nennt man üblicherweise "Handtechniken".

Die Handtechniken kann man als Anfänger und auch Fortgeschrittener sehr gut in Kombination mit der Wing Chun Basiswaffe, dem vertikalen Fauststoß, trainieren.

Nachfolgend liste ich einige Basisdrills auf. Insgesamt sind es 28 Übungen, von denen jede mindestens 50 Mal ausgeführt werden sollte. Zählt man im Sekundentakt, ergeben sich insgesamt 1400 Sekunden Übungszeit - das entspricht ca. 25 Minuten für diejenigen, die es genau wissen wollen.

Ich empfehle, jede Technik kraftvoll, mit geschlossener Faust (!) und ordentlicher Dynamik auszuführen.

Dabei die Atmung nicht vergessen - bei jeder Technikausführung ausatmen!

   
     
  1. Tan Sao, Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. Pak Sao, Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. Gan Sao, Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. Gam Sao, Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. "Endlos-Kombination" aus Tan Sao, Pak Sao, Gan Sao und Gam Sao mit Fauststoß
     
     
  1. Jam Sao, zwei Fauststöße, 45° Wendung
     
     
  1. Kao Sao, Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. Fook Sao, Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. Kwat Sao, Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. Lap Sao, Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. hoher Pak Sao, tiefer Fauststoß, 45° Wendung
     
     
  1. Tat Sao, IRAS
     
     
  1. Man Geng Sao ("Genickzug"), Fauststoß, IRAS
     
     
  1. Slap Pak, Fak Sao, IRAS
     
     
  1. Bong Sao, Wu Sao, 45° Wendung, Tan Sao, Fauststoß, IRAS
     
     
  1. Scheren Gan Sao, 45° Wendung
     
     
  1. Kwan Sao, Dai Bong Sao, Tan Sao, 45° Wendung
     
     
  1. Kombination aus Scheren Gan Sao, Kwan Sao, Dai Bong Sao, Tan Sao, 45°
     
     
  1. Doppelfauststöße
     
     
  1. Kwan Sao, Doppelfauststoß / Doppelfauststöße
     
     
  1. Kwan Sao, Lap Sao, Fak Sao
     
     
  1. Tan Sao, Fak Sao, Pak Sao, Chan Sao
     
     
  1. Huen Got, Kam Na, 45° Wendung, Sao Cheung, Biu Tze Haken, IRAS
     
     
  1. Kettenfauststöße (Dreierkombinationen / "Dauerfeuer")
     
     
  1. Biu Fak Sao (Dreierkombination - rückwärts / vorwärts)
     
     
  1. Kap Jarn, drei Mal Biu Fak Sao, 45° Wendung
     
     
  1. Kwai Jarn, drei Mal Biu Fak Sao, 45° Wendung
     
     
  1. Pai Jarn, drei Mal Biu Fak Sao, 45° Wendung
     
     

Die oben dargestellte Liste ist eine erste Auswahl von Handtechniken, die jeder Anfänger beherrschen sollte.

Was die Schreibweise anbelangt, muss man die Begriffe nicht auf die Goldwaage legen. Wie die Chinesen die Handtechniken korrekt aussprechen bzw. wie diese romanisiert werden, ist den wenigsten Europäern klar. Manche schreiben Tan Sao, andere Tan Sau oder Taan Sao bzw. Taan Sau. Völlig egal!

Für Forgeschrittene sollten die Übungen fast schon trivial sein - denn wenn man mit den Formen vertraut ist, kennt man ohnehin alle oben aufgelisteten Techniken ... und noch viele mehr. Dabei ist sowohl die korrekte und routinierte Ausführung als auch die Kenntnis der Bezeichnungen und deren Bedeutung wichtig.

Ist man schließlich erfahren genug, kann man aus den Formen noch weitere Handtechniken extrahieren, die man separat einschleifen kann. Die oben gezeigten Drills bieten sich allerdings bzgl. der Einzelübung sehr gut an.

Nicht vergessen: es sind hier lediglich "Grundlagen", die dem Anfänger zu Beginn vermittelt werden sollen!

(nach oben)

     
           
             
             
   
WAFFENLOSE SCHRITTARBEIT
     
     

Die Schrittarbeit des Wing Chun wird am meisten unterschätzt!

Die Schrittarbeit des Wing Chun wird am meisten überschätzt!

Ja was denn nun ... ?

Meiner Meinung nach gelten beide oben angeführten Aussagen. Betrachtet man Wing Chun Trainierende, scheinen diese häufig am Boden festbetoniert zu sein. Man darf nicht erwarten, dass sie auch nur einen Schritt von der Stelle machen. Und wenn sie sich bewegen, sieht es eher nach einem "Schlurfen bzw. Latschen" als nach spritziger, dynamischer Schrittarbeit aus. Gute Schrittarbeit sieht anders aus.

Schrittarbeit im Wing Chun wird von vielen Anfängern und leider auch Fortgeschrittenen unterschätzt. Schaut man sich dagegen Boxer, Kickboxer oder Thaiboxer als Musterbeispiel an, fällt auf, wie sehr sich diese permanent in Bewegungen befinden. Nicht umsonst beginnt deren Training erst einmal mit einer Runde Seilspringen.
Eine schnelle, wendige Schrittarbeit ist für jede Kampfsportart und Kampfkunst wichtig - auch für Wing Chun! Die richtige Positionierung zum Gegner, das Ausrichten, Wenden, etc. wird über Schrittarbeit bewerkstelligt.

Schrittarbeit stellt somit ebenso wie Handtechniken das Fundament des Wing Chun Kämpfers dar!

Typische Wing Chun Schrittarbeit ist dazu geeignet, den Kämpfer in enger Distanz zum Gegner zu unterstützen - also im "Infight bzw. Nahdistanzkampf". Schnelle Wendungen, kurze Verfolgungsschritte, Schritte zum Angriff über die Flanke und die bekannte leichte Gewichtsverlagerung auf das hintere Bein ("Standbein") zur Entlastung des vorderen Beines ("Spielbein") sind typische Kennzeichen.

Allerdings ist diese Schrittarbeit nach Ansicht einiger Kampfsportler lediglich dazu geeignet, in der Nahdistanz ihre Wirkung zu entfalten. So sehe ich das auch. Denn steht der Gegner zu weit entfernt, ist die traditionelle Wing Chun Schrittarbeit mit der klassischen Gewichtsverteilung ungeeignet - sie wird also auch überschätzt und als Universallösung für jede Kampfsituation gepriesen. Das halte ich für Unsinn. Denn je nach Distanz zum Gegner muss die korrekte Schrittarbeit gewählt bzw. Gewichtsverlagerung, etc. angepasst werden.

In der unten aufgeführten Liste sind Typen der klassischen Wing Chun Schrittarbeit dargestellt, die jeder Anfänger kontinuierlich üben und auf Dauer "blind" beherrschen sollte.

   
     
  1. Yee Jee Kim Yeung Ma bzw. IRAS bzw. "Vorkampfstand" über Hoi Ma ("Stand einnehmen")
     
     
  1. Sao Sik"Endbewegung"
     
     
  1. Huen Bo ("Übungsschritt bzw. Zirkelschritt") aus dem IRAS (Internal Rotated
    Adduction Stance) → vier Varianten
    • "zirkeln" auf der Stelle → vom IRAS in den IRAS
    • ein Bein geht gerade vorwärts, ein Bein "zirkelt" nach → vom IRAS in den IRAS
    • ein Bein "zirkelt" vorwärts, ein Bein zieht gerade nach → vom IRAS in den IRAS
    • beide Beine "zirkeln" vorwärts → vom IRAS in den IRAS
     
     
  1. IRAS-Linien-Wendung (rechts / links)
     
     
  1. Angriffsschritt (aus dem IRAS explosiv in den Vorwärtsstand ("Meridianstand") und schnellstmöglich in den IRAS zurück) → Distanz schnellstmöglich überbrücken
     
     
  1.  Vorwärtsschritt ("Gleitschritt" bzw. "kurzer Schritt" oder "Verfolgungsschritt")
     
     
  1. 180° Wendung nach Vorwärtsschritt ("kurze Wendung" - mit Schlag)
     
     
  1. Rückwärtsschritt → aus Vorwärtsstand, 180° Wendung
     
     
  1. Langer Schritt ("Überbrückungsschritt bzw. Zwischenschritt")
     
     
  1. Lange Wendung (mit Rückwärtsschritt beginnen, 180° Wendung über IRAS)
     
     
  1. Diagonaler Schritt
     
     
  1. Pflaumenblütenschritt ("Holzpuppenschritt, Zick-Zack-Schritt, Z-Schritt")
     
     
  1. Kreuzschritt
     
     
  1. Ausfallschritt (Jark San) bzw. Ankerschritt
     
     
  1. Seitlicher Schritt ("Krebsschritt" bzw. "Wang Dap Bo", das seitliche Gehen) aus dem IRAS
     
     
  1. 45° Wendung im IRAS (Juen Ma, der "Drehstand")
     
     
  1. 90° Wendung im IRAS
     
     
  1. 90° Vorwärtsschritt aus Vorwärtsstand
     
     
  1. 90° Rückwärtsschritt aus Vorwärtsstand
     
     
  1. IRAS-Quadrat-Wendung
     
     
  1. Auslagenwechsel im Vorwärtsstand ("Meridianstand") → hinteres Bein belasten / vorderes Bein belasten
     
     
  1. Vorwärtstritt ("Stoptritt"), drei Kettenfauststöße (KFS) → "Pauschal- bzw. Universallösung"
     
     
  1. Bong Gerk (in Kombination mit Tai Gerk → "hebendes Bein"), seitlicher Stampftritt (Kniehöhe), Bong, Pak
     
     
  1. Tan Gerk (in Kombination mit Tai Gerk → "hebendes Bein"), Vorwärtstritt ("Stoptritt"), drei Kettenfauststöße (Yap Gerk - die "Außenfußabwehr")
     
     
  1. Scherengan, 45° Wendung aus IRAS, Vorwärtsschritt mit Lao Sao ("Schöpfen")
     
     

Dieser Auszug aus der Wing Chun Schrittarbeit ist quasi das Fundament an Schrittübungen, die man ausführen können sollte.

Nach längerem Training sollte man schließlich in der Lage sein, sich vergleichbar zur Schrittarbeit beim "Schattenboxen" eines Boxers mit reiner Wing Chun Schrittarbeit zu bewegen, ohne lange überlegen zu müssen.

(nach oben)

     
           
             
             
   
WAFFENSCHRITTARBEIT
(Langstock und Doppelmesser)
     
     

Vergleicht man die Schrittarbeit des waffenlosen Wing Chun mit der Schrittarbeit, die bei den Waffen zur Anwendung kommt, fällt auf, dass lediglich beim Langstock eine weitere Anzahl an Schritttypen auftauchen.
Im Gegensatz dazu bedürfen die Doppelmesser lediglich einer kleinen Ergänzung durch Wechselschritte und Sternschritte. Der Rest ist bereits durch die waffenlose Schrittarbeit abgedeckt.

   
     


"WINGCHUNtipp #76 zur Bart Cham Dao" - Schrittarbeit eignet sich, um aus der Gefahrenzonge zu entkommen (weitere Tipps siehe www.wingchuntipps.de)

   
     

Langstockschrittarbeit zeichnet sich vor allem durch den breiten Reiterstand bzw. Sei Ping Ma aus, der stark an klassisches Kung Fu der Hung Gar Linie erinnert.
Der Stock ist schwer und wird eher über den Körper bzw. Beine bewegt, anstatt mit reiner Armkraft geführt zu werden.

     
     
01. Langstock-Schrittarbeit
   
     
  1. Kwan Yong (Langstock-Vorkampfstand)
   
     
  1. Sei Ping Ma ("Langstockstand, Quadrilateralstand, Pferdestand, Reiterstand, Horsestance, Jin Ma")
    • mittlerer Stand
    • tiefer Stand
   
     
  1. Kwan Yong, Sei Ping Ma, Kwan Yong
     
     
  1. Kwan Yong, Ausfallschritt, Kwan Yong
     
     
  1. Kwan Yong, Nachstellschritt, Kwan Yong
     
     
  1.  Kwan Yong, Kreuzschritt, Gwai Ma (Kniender Stand)
     
     
  1. Kwan Yong, Punktschrittwendung auf hinterem Bein (Richtungswechsel)
     
     
  1. Kwan Yong, Punktschrittwendung auf vorderem Bein (Richtungswechsel)
     
     
  1. Kwan Yong, Seitschritt (seitlich laufen / bewegen → hinteres Bein drückt ab)
     
     
  1. Kwan Yong, Seitschritt (seitlich laufen / bewegen → vorderes Bein drückt ab)
     
     
  1. Kwan Yong, Rückwärtsschritt mit Wendung und Auslagenwechsel
     
     
  1. Sei Ping Ma, Rückwärtskreuzschritt, Sei Ping Ma (vorwärts / rückwärts)
     
     
  1. Sei Ping Ma, Langstockfauststoß, Wendung, Sei Ping Ma
     
     
  1. Sei Ping Ma, Langstockfauststoß mit Schritt, Wendung, Sei Ping Ma
     
     
02. Doppelmesser-Schrittarbeit:
     
     
  1. Sternschritt ("Seven-Star-Step")
     
     
  1. Wechselschritte ("Überbrückungsscrhitte, Zwischenschritt, lange  Schritte" (z.B. um aufgestellte Hindernisse))
     
     

Auch hier werden lediglich Grundlagen vermittelt, die für den Anfänger auch im waffenlosen Wing Chun von Nutzen sind (z.B. Kwan Yong, Gwai Ma, etc.).

(nach oben)

     
           
             
             
   
VORBEREITUNG AUF CHI SAO
(Basis-Reflexübungen)
     
     

Chi Sao ist eine der Haupttrainingsmethoden in vielen Wing Chun Stilen (WT, WC, VT, VC). Üblicherweise beginnen viele Lehrer mit Chi Sao, indem sie den Anfänger einfache Übungen zeigen, in denen die "Wing Chun Feder" verdeutlicht wird.

Eine "isometrisch vorgespannte Muskulatur" - sei es Arm- oder Rumpfmuskulatur - ist Ziel dieser äußerst simplen Übungen.

   
     
01. Armfeder / Körperfeder
   
     
  1. Fäuste nach vorne strecken → wechselseitig Arme eindrücken und wahlweise lösen
   
     
  1. Fäuste nach vorne strecken → seitliche Druck, Achse rotiert, Rumpf rotiert zurück in Ausgangslage
   
     

Mit diesen einfachen Übungen kann man sich beliebig lange verkünsteln. Sie sind lediglich dazu gedacht, dem Schüler einen Einblick in die typische Arbeitsweisen des Wing Chun Kämpfers zu geben. Man sollte sich hiermit nicht ewig aufhalten!

(nach oben)

     
           
             
             
   
DAN CHI SAO GRUNDLAGEN
     
     

Dan Chi Sao Grundlagen vermitteln dem Anfänger erste Eindrücke vom Chi Sao Training. Chi Sao selbst wird mit beiden Armen simultan ausgeführt. Im Gegensatz dazu beschränkt man sich im Dan Chi Sao auf einen Arm allein.

Einfach Übungen, die später im Chi Sao beidarmig ausgeführt werden, separiert man und übt sie lediglich einarmig, lernt die Wing Chun Feder, die Kombination von Armbewegungen und einfachen Wendung und ganz generell auf den "Druck des Gegners" zu achten.

Dan Chi Sao bzw. abgekürzt "Dan Chi" ist also lediglich eine Vorübung zum Chi Sao.

   
     
01. Dan Chi Sao ("Klebende Hände - einarmig" → ohne und mit Schritt)
   
     
  1. Passiver Handwechsel ("Absenken des gegnerischen Armes")
   
     
  1. Gleichseitiges (äußeres) Dan Chi Sao ("klassisches Dan Chi Sao")
     
     
  1. Diagonales (inneres) Dan Chi Sao - Handballen, Handflächenstoß auf Pak Sao (ohne Schritt)
     
     
  1. Diagonales (äußeres) Dan Chi Sao - Handrücken, Fauststoß auf Bong Sao oder Tan Sao und Wendung (ohne Schrit)
     
     
  1. Biu Fak, Fauststoß, IRAS: Jat bzw. Huen Got → ziehender Tan → Fauststoß → Biu Fak … → Zyklus
     
     
  1. Handflächenstoß, Kiu Sao, IRAS: Fauststoß → Biu Fak → Jat bzw. Huen Got → ziehender Tan → Fauststoß →
     
     
  1. Handflächenstoß, Notfall-Fook, IRAS: Fauststoß → Biu Fak → Jat bzw. Huen Got → ziehender Tan → Fauststoß → Tan, Handflächenstoß → Notfall-Fook, Fak → Biu Fak … → Zyklus
     
     
  1. Seitliches Verschieben, Fauststoß: Lap → Dai Bong → Fauststoß → Punktwendung, Tan, Fauststoß
     
     
  1. Seitliches Verschieben, Dong Fak: Lap → Dai Bong → Fauststoß → seitliche verschieben, Dong Fak
     
     
  1. "Fünf Druckrichtungen" im Dan Chi Sao (Tan Sao, Bong Sao, Jam Sao, Fook Sao, Kao Sao) → Konter ohne Abwehr
     
     
  1. Aktiver Handwechsel:
    • von innen nach außen
    • von außen nach innen
     
     

Ich muss gestehen, dass Dan Chi in meiner Schule fast gar nicht geübt wird. Wir steigen stattdessen sofort ins normale Chi Sao ein, da die Schüler durch Dan Chi Übungen komplett unterfordert sind und durch die langweilen Übungen meistens einzupennen drohen ... hahaha.
Lediglich dann, wenn ein Schüler Verständnis- oder Koordinationsprobleme aufweist, greifen wir auf Dan Chi Sao als Hilfe zurück. Das ist aber sehr selten der Fall.

Ansonsten kann man endlos viele Übungen aus dem Chi Sao einarmig ausführen und den oben aufgelisteten Übungsblock beliebig aufblähen - man muss nur seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Ich halte das allerdings für überflüssig, denn die wahre "Musik" spielt im normalen Chi Sao und den dazugehörigen Anwendungen!

(nach oben)

     
           
             
             
   
POON SAO GRUNDLAGEN
     
     

Chi Sao ist die beidarmig durchgeführte Trainingsmethode zum Einschleifen von Bewegungskombinationen wie beispielsweise typischen Wing Chun Kettentechniken.

   
     


"WINGCHUNtipp #177 zu Chi Sao" - Poon Sao ist der Kampf um die Zentrallinie zweier Gegner (weitere Tipps siehe www.wingchuntipps.de)

   
     

Will man Chi Sao trainieren, beginnt man üblicherweise mit einer Grundübung, die "Poon Sao" genannt wird. Poon Sao wird als "rollende Arme bzw. faltende oder beugende Arme" übersetzt und ist nach dem Dan Chi Sao der nächste Entwicklungsschritt auf dem Weg zum kompletten Chi Sao Training.

Die reine Grundbewegung wird um Handwechsel (aktive und passive) erweitert, man prüft auf korrekten Druck, Körperspannung, etc. - hier gibt es eine Reihe sehr sinnvoller Übungen.

     
     
01. Poon Sao ("Rollende Arme bzw. faltende oder beugende Arme")
   
     
  1. Doppelfook, Doppeltan: rechts, links, innen, außen - alle Seiten und Varianten üben
   
     
  1. Passiver Handwechsel ("Absenken der gegnerischen Arme")
     
     
  1. "Fünf Druckrichtungen" im Poon Sao (Tan Sao, Bong Sao, Jam Sao, Fook Sao, Kao Sao → Konter ohne Abwehr)
     
     
  1. Rückhandschlag, Bong → für flexiblen Ellbogen
     
     
  1. Aktiver Handwechsel:
    • von innen nach außen
    • von außen nach innen
     
     
  1. Aktiv stören mit Handflächenstoß (Jam/Kao), Fak Sao (Bong), Fauststoß (Tan), Chan Sao (Fook) im beliebigen Wechsel
     
     
02. Besetzen der Angriffslinie
     
     
  1. Durchsetzen auf Innenseite: Poon Sao → Jat, Fauststoß (über Innenseite verdrängen
     
     
  1. Durchsetzen auf Außenseite: Poon Sao → Jat, Fauststoß → Konterfauststoß (Angriffslinie besetzen)
     
     
03. Angriffseröffnungen
     
     
  1. Dong Fak, bzw. Man Sao (Öffnung erzeugen, durchschlagen)
     
     

Poon Sao - wie Chi Sao generell - sollte stets mit ausreichendem bzw. stärkerem Druck ausgeführt werden, um wirklich Sinn zu machen.

Zu schlappes bzw. schlaffes Arbeiten können sich (wie allgemein bekannt) höchstens Großmeister im Rentenalter erlauben, die eh nicht mehr mit Angriffe zu rechnen haben. Davon sollte man sich aber als junger Mensch nicht in die Irre führen lassen.

(nach oben)

     
           
             
             
   
FALLSCHULE (UKEMI)
     
     

Fallschule im Wing Chun? - Gibt's doch gar nicht .... !

Komplett richtig - es gibt im traditionellen Wing Chun keine Fallschule. Dementsprechend findet das Training in vielen Wing Chun Schulen (WT, WC, VT, VC) auch standardmäßig auf dem blanken Hallenboden, Linoleum oder Beton statt.

Solange man stets auf der oberen Rumpfebene arbeitet und sich auf Schläge bzw. Angriffe ab Hüfthöhe aufwärts beschränkt, ist das auch völlig in Ordnung.

Betrachtet man hingegen die höheren Formen wie z.B. Biu Tze, Holzpuppenform oder Tripodalform, ist selbst für einen Blinden offensichtlich, dass Wing Chun darauf abzielt, den Gegner nach einer Reihe von Kettentechniken schließlich zu Boden zu bringen. Es ergeben sich Klassische "Takedown" Situationen, deren Ziel es ist, den Gegner letztlich am Boden zu kontrollieren.

Die höheren Formen strotzen dementsprechend nur so vor Fußfegern (z.B. Zirkelfeger, Huen Bo, etc), Stoptritten, Stampftritten und fegenden Tritte, die darauf abzielen, den Gegner zu Fall zu bringen.
Seine Körperachse wird gebrochen bzw. geknickt, sein Standbein gefegt oder seine Gelenke (Hüftgelenk, Kniegelenk, Sprunggelenk) attackiert oder - wenn möglich - zerstört.

Will man diese Vorgehensweise sinnvoll üben, muss man das "Sichere-zu-Boden-fallen" beherrschen. Einerseits braucht man einen Partner, der hart, zügig und mit Wucht zu Boden gebracht werden kann, ohne sich zu verletzen. Andererseit will man selbst sich nicht verletzen, wenn der Partner einen Takedown ansetzt.

Ohne klassische Fallschule kommt man hier also nicht weiter. Und die Wing Chun Fallschule, bei der man sich rückwärts auf den Hinter fallen lässt und sich dabei i.d.R. das Steißbein bricht, ist ohnehin völliger Unsinn.

Dementsprechend erlernt jeder Anfänger in dieser Schule bereits in der ersten Stunde die klassische Fallschule wie sie im Judo, Jiu Jitsu, Aikido und anderern bekannten asiatischen Kampfsportarten vermittelt wird. Der Trainingsraum ist passend dazu mit typsichen Judomatten ausgelegt, die einen harten Sturz dämpfen.

Wer diese Techniken beherrscht, kann nicht nur den gesamten Ablauf von Angriff aus langer Distanz über mittlere Distanz und Infight bis hin zum Takedown und Bodenkampf trainieren, er ist auch für den Alltag bestens gerüstet, wenn es ihn mal vom Fahrrad hauen sollte.

   
     
01. Rollen und Stürze - Solo
     
     
  1. Sturz seitwärts: rechts / links → korrekt aufstehen ("Durchschwingen", vom Gegner entfernen)
     
     
  1. Sturz vorwärts: danach Seitenlage → korrekt aufstehen ("Durchschwingen", vom Gegner entfernen)
     
     
  1. Sturz rückwärts: danach Seitenlage → korrekt aufstehen ("Durchschwingen", vom Gegner entfernen)
     
     
  1. Rolle vorwärts: rechts / links → aus dem Stand in den Stand
     
     
  1. Rolle vorwärts mit Folgesturz: rechts / links → korrekt aufstehen ("Durchschwingen", vom Gegner entfernen)
     
     
  1. Rolle rückwärts: rechts / links → aus dem Stand in den Stand
     
     
01. Rollen und Stürze - über Hindernis bzw. unter Fremdeinwirkung mit Partner
     
     
  1. Sturz seitwärts: rechts / links → Partner fegt bzw. wirft, korrekt aufstehen (s.o.)
     
     
  1. Sturz vorwärts: Partner zieht Beine von hinten weg, danach Seitenlage, korrekt aufstehen (s.o.)
     
     
  1. Sturz rückwärts: Partner zieht Beine von vorne weg, danach Seitenlage, korrekt aufstehen (s.o.)
     
     
  1. Rolle vorwärts: rechts / links → über Hindernis bzw. Partner schubst von hinten
     
     
  1. Rolle vorwärts mit Folgesturz: rechts / links → über Hindernis, Arm auflegen, korrekt aufstehen (s.o.)
     
     
  1.  Rolle rückwärts: rechts / links → über Hindernis bzw. Partner schubst von vorne
     
     
  1. Freier Fall
     
     

Fallschule ist nicht jedermanns Sache. Vor allem ist sie der Grund, warum viele Leute ab einem bestimmten Alter hier Probleme bekommen können, bei uns zu trainieren. Selbst wenn sie sich noch gut bewegen.
Hat man nicht rechtzeitig mit Fallschule begonnen, kann es dafür ab einem gewissen Alter zu spät sein. Besonders häufig tun sich Leute ab einem Alter von >35 schwer. Das ist allerdings eher ein Erfahrungswert. Der Rücken, die Bandscheiben, etc. machen hier vermutlich Probleme ...

Interessanterweise ist Fallschule meistens die Fähigkeit, die man als erstes im Alltag benötigt. Denn bevor man jemals in echte Selbstverteidigungssituationen gerät, stürzt man eher beim Sport, Radfahren oder Rollerbladen ...

Mich hat die Fallschule jedenfalls schon zig Mal im Leben vor schweren Stürzen bewahrt!

(nach oben)

     
           
             
             
   
BASIS TAKEDOWN TECHNIKEN
     
     

Passend zur Fallschule (s.o.) trainiert jeder Anfänger grundlegende Takedown Techniken. Damit beginnt er, sobald er einigermaßen den Sturz seitwärts beherrscht.

Diese Takedown Techniken sind danach ständiger Bestandteil von Anwendungen oder Lat Sao Übungen, in denen der Partner permanent zu Boden gebracht wird.

Viele der hier aufgelisteten Techniken basieren übrigens auf Bewegungen aus der Biu Tze, Holzpuppen- oder Langstockform (z.B. Zirkelfeger, kreuzender Stampftritt, Kwan Yong, etc.). Man bekommt also parallel zum Formentraining sofort einen Einblick in die Anwendung der ansonsten in der Form ohne Partner ausgeführten Bewegungen.

   
     
  1. Zirkelfeger → rechts / links
   
     
  1. Zirkelfeger mit gegnerischem Konterzirkelfeger: mit Knie → rechts / links
   
     
  1. Zirkelfegerversuch: Ausstiegversuch → Pak Gerk (Fußfeger), Takedown
   
     
  1. Kreuzender Stampftritt → rechts / links
     
     
  1. Kreuzender Stampftriff, schwebende Kontrolle (über Kwan Yong) → rechts / links
     
     
  1. Kopfhebel (Griff von Nase, Auge - nicht Mund)
     
     
  1. Genickdrehhebel (Kopf seitlich drehen, Genickzug)
     
     
  1. Körperabbiegen
     
     
  1. Lap, Fak, Genickgriff, Pressluftschlag, Genickzug, Kopfdrehhebel, schwebende Kontrolle
     
     
  1. Lap, Fak, Pak, Rippenschlag, Oberarmzug, Unterarmschlag, Körperabbiegen, schwebende Kontrolle
     
     
  1. Unterarmschlag (Hals), Doppelarmhalsgriff mit Kreuzdruck, Körperabbiegen (6. HP-CS-S.)
     
     
  1. Clinch-Takedown (Halsgriff, Ellbogenbeugegriff), gegenläufiger Druck an Kopf und Ellbogenbeuge
     
     

Takedown Techniken gibt es ohne Ende - man schaue dazu nur in Sportarten wie Ringen, Judo, Jiu Jitsu und andere. Man kann dementsprechend natürlich eine ganz eigenen Kampfsportart gründen, die sich rein mit Takedowns beschäftigt.

Das soll hier allerdings nicht das Ziel sein. Viel mehr beschränken wir uns am Anfang auf einige wenige Takedown Techniken, die typisch für Wing Chun sind. Später kann dann beliebig erweitert werden.

(nach oben)

     
           
             
             
   
BODENKONTROLL-TECHNIKEN
     
     

Ein zu Boden gebrachter Gegner ist ein guter Gegner - allerdings kein wehrloser Gegner, solange er noch bei Bewußtsein ist.

Eine gute Kontrolle am Boden ist daher sinnvoll, wenn man das "Problem" nicht Wing Chun typisch mit Schlägen oder Tritten per K.O. lösen will oder muß.

Bodenkontroll-Techniken (wie z.B. Kreuzfesselgriff oder Hebeltechniken) gehören - analog zur Fallschule - nicht unbedingt zum Wing Chun. Dennoch vermitteln diese Techniken einen ersten Eindruck von Kontrollmöglichkeiten am Boden bzw. von Methoden, um den Gegner am Boden zu sichern oder kontrolliert wieder in den Stand zu überführen, sollte man ihn abführen wollen. Diese Techniken sind also eher für Sicherheitskräfte und Polizisten interessant.

   
     
  1. Bodenkontrollstand (IRAS)
   
     
  1. Bauchlage, Armstreckhebel, Kniekontrolle auf Schulter über Gwai Ma
   
     
  1. Kreuzfesselgriff → Kopfkontrolle, Abführen
     
     
  1. Handgelenkhebel → Kopfkontrolle, Abführen
     
     

Hier lernt der Anfänger also einige wenige Griffe, Kontrollen und Aufhebemöglichkeiten, die auch nur ein Auszug aus dem großen Repertoire sogenannter "Abführtechniken" und "sanfter Mittel" sind.

(nach oben)

     
           
             
             
   
THEORETISCHE GRUNDLAGEN
     
     

Die Grundlagen werden schließlich mit einem Block an theoretischen Inhalten abgeschlossen. Praxis bzw. praktische Übungen sind schön und gut, aber der theoretische Unterbau darf nicht fehlen.

   
     


"WINGCHUNtipp #166 zur Zentrallinientheorie" - Theoretische Inhalte im Wing Chun gehen mit der Praxis Hand in Hand (weitere Tipps siehe www.wingchuntipps.de)

   
     

Einmal im Monat gibt es daher eine 30 minütige Theorieeinheit (man soll's ja auch nicht übertreiben), in der Themen aus dem unten aufgeführten Theorieblock abgehandelt werden.

Viele dieser Inhalte finden Interessierte natürlich auch auf dieser Webseite.

     
     
  1. Kuen Kuits, Mottos bzw. Leitsätze des Wing Chun
   
     
  1. Wing Chun Kampfprinzipien
   
     
  1. Wing Chun Kraftprinzipien
   
     
  1. Zentrallinientheorie, Gate-Theorie, Schutz auf drei Ebenen
   
     
  1. Drei-Gelenke-Kraft
     
     
  1. Sieben-Gelenke-Kraft
     
     
  1. Kettentechniken, Technikpaare und Gleichzeitigkeit im Wing Chun
     
     
  1. Sinn und Unsinn von Chi Sao und Chi Gerk Training → Grenzen / Limitierungen / Möglichkeiten
     
     
  1. Wing Chun Geschichte bzw. Entstehungslegende
     
     
  1. Familienstrukturen und Hierarchie im Wing Chun
     
     
  1. Drei Philosophien im Wing Chun (Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus)
     
     
  1. Die "Drei Säulen" im Wing Chun
     
     
  1. Wing Chun Stammbäume → die unterschiedlichen Wing Chun Linien weltweit
     
     
  1. Der "Sifu-Titel" im Wing Chun
     
     
  1. Wing Chun Meister und Großmeister - ist eine "Meisterung" des Systems überhaupt möglich?
     
     
  1. Nervendruckpunkte
     
     
  1. Akupunktur / Akupressur / TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) Zusammenhänge und Wing Chun
     
     
  1. Notwehr / Notwehrrecht - der rechtliche Rahmen innerhalb dessen Wing Chun eingesetzt werden darf
     
     
  1. Deeskalationsstrategien
     
     
  1. Chinesische Begriffe / Technikbezeichnung und ihre Romanisierung
     
     
  1. Kung Fu, Wushu - was ist das und was bedeutet das überhaupt?
     
     
  1. Finanzstrukturen im Wing Chun
     
     
  1. Unterschiedliche Schreibweisen und Wing Chun Stilarten (Deutschland / International)
     
     

Theoretische Inhalte zum Wing Chun, die man lang und breit abhandeln kann, gibt es wie Sand am Meer. Man kann quasi zu allem etwas schreiben. Die oben aufgelisteten Punkte sind lediglich eine Auswahl an priorisierten Themen, die meine Schüler zügig einmal gehört haben sollten.

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