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1. Ansonsten gehst Du besser weiter Schach spielen!

     
     

Ich trainiere Kampfsport bzw. Kampfkunst seit 1987 ohne Unterbrechung - dabei habe ich viel Interessantes erlebt!

Ich habe sowohl viele verschiedene Leute getroffen als auch viele unterschiedliche Trainingsmethoden kennengelernt. Besonders interessant war die Trainingsatmosphäre in den einzelnen Clubs oder Vereinen, die von Kampfsportart zu Kampfsportart oder Kampfkunst zu Kampfkunst deutlich variierte.

Ich könnte hier sicher unzählige Anekdoten erzählen - aber bzgl. der "Trainingsatmosphäre" bleibt mir besonders ein Erlebnis aus dem Thaiboxen in Erinnerung, das ich erlebt habe, als ich das erste Mal zum Probetraining in einem Thaibox-Club war.

   
     

Samstagvormittag im Probetraining im Thaibox-Club - es lief lockere Hiphop-Musik, ein paar Kämpfer waren dabei, sich durch zügiges Seilspringen warm zu machen. Andere waren mit Sandsacktraining beschäftigt bzw. warfen zur Verbesserung der Schlagkraft bzw. Schnellkraft Medizinbälle an die Wand, wiederum andere machten Sparring im Ring und der Rest war beim Techniktraining.

Es war offensichtlich: die ganze Gruppe war "konzentriert und selbständig" hart am trainieren. Niemand gab dem Trainer Anlass, die Schüler irgendwie motivieren zu müssen.

Ich baute mich als einer von drei Neuinteressenten am Mattenrand zum Probetraining auf und wartete auf die Instruktionen vom Trainer.

Nachdem wir uns warm gemacht hatten und lockeres Koordinationstraining mit der Koordinationsleiter und andere Übungen absolviert hatten, sollten wir als nächstes Lowkicks ausführen. Dazu waren in dem Club mehrere Säulen mit dicken Sandsäcken gepolstert, gegen die man treten sollte.
Einer von uns stellte sich links von der Säule hin, der andere rechts und dann gab der Trainer folgende Anweisung: "50 Lowkicks links, dann Seitenwechsel und 50 Lowkicks rechts und das Ganze mehrmals wiederholen bis ich Stop sage."

Alles klar - jetzt hieß es "Zähne zusammen beißen und bloß nicht abschwächeln!"

Nach mehreren Runden brannte mein Schienbein, eine Betonsäule ist kein Sandsack, der nachgibt und wegschwingt - aber glücklicherweise schwächelte einer der beiden anderen Neuinteressenten zuerst. Der Typ (Kennzeichen: "Wampe") gab schnell auf, lehnte sich gegen die Wand und weigerte sich, weiter zu machen. Abgesehen davon, dass unsere Lowkicks ohnehin beim ersten Mal recht schwach gerieten, gefiel dem Trainer noch weniger, dass "Wampe" so schnell die Flinte ins Korn warf und auch auf Aufforderung nicht weiter machen wollte.

Der Trainer schob ihn genervt zur Seite, krempelte die Trainingshose hoch und donnerte etliche Lowkicks mit beeindruckender Power selbst gegen den Sandsack an der Säule. Und dann brüllte er den Typen an:

"Du musst Dir schon überlegen, was Du hier willst! Entweder, Du willst Thaiboxen lernen und kämpfen oder Du willst eben nicht! Ansonsten gehst Du besser weiter Schach spielen!"

   
     

Ansonsten gehst Du besser weiter Schach spielen?!?

HAHAHA, wie geil war das denn?

(nach oben)

     
           
 
 

2. Harte Arbeit nur für die, die hart arbeiten wollen!

     
     

Ich habe schon etliche Situationen erlebt, wo der Trainer einen unmotivierten Schüler wegen der fehlenden Motivation kritisiert hat, aber so deutlich wie an dem Tag im Thaibox-Probetraining bisher noch nicht. Ich muss heute noch lachen ... andererseits hätte ich selbst nicht gerne so angeschissen werden wollen.

Mittlerweile liegt das Erlebnis Jahre zurück und ich finde diese "glasklare Ansage" vom Thaibox-Trainer immer noch exakt auf den Punkt gebracht!

Warum soll man sich als Trainer mit Schülern herumplagen, die eigentlich nicht motiviert sind, keine Lust verspüren und schon gar nicht ihren inneren Schweinehund überwinden wollen?

Was wollen solche Leute dann im Kampfsport oder in einer Kampfkunst?

Schon Bruce Lee hat das erkannt sagte (Zitat): "Derjenige, der nicht fit und motiviert ist, hat im Kampfsport nichts verloren."

Eine Kampfsportart oder Kampfkunst erlernen zu wollen, ist meistens harte Arbeit!

Auch im Wing Chun ist das nicht anders - man bekommt nichts geschenkt! Man wird (in gutem Training) an seine körperlichen und geistigen Leistungsgrenzen gebracht und sollte permanent versuchen, diese auszuweiten.

Nicht umsonst ist Wing Chun ein Kung Fu Stil und Kung Fu heißt in einer seiner Interpretationen: "Harte Arbeit!"

So ist es in meiner Schule ebenfalls - hier wird hart gearbeitet. Wer das nicht will, geht vermutlich doch lieber "weiter Schach spielen!"

(nach oben)

   
           
   

3. Spar Sao - das Wing Chun Sparschwein und "50 Cent Regeln"

     
     

Harte Arbeit oder effizientes Training setzen gewisse Verhaltensweisen bei allen voraus.

Disziplin steht dabei in vielerlei Hinsicht an vorderster Stelle!

Doch leider scheint Disziplin heute nicht mehr allzu ernst genommen zu werden. Etliche Beispiele lassen sich diesbezüglich anführen.

  • Viele Schüler kommen gerne zu spät zum Training oder hängen solange in der Umkleidekabine herum, bis das Training schon angefangen hat.
  • Handys klingeln in den Sporttaschen, anstatt ausgeschaltet zu werden.
  • Bei Technikerklärungen des Trainers wird gerne geredet, diskutiert - nur nicht zugehört.

Es gibt eine Reihe weiterer kleiner Störungen, durch die die Trainingseffizienz eingeschränkt wird.

Aus diesem Grund haben wir bereits vor Jahren ein kleines "dsiziplinarisches Hilfsmittel" eingeführt:

SPAR SAO - das Wing Chun Sparschwein und die 50 Cent Regeln.

Sparen ist in vielen Wing Chun Stilen (z.B. WT) ja nicht unbedingt an der Tagesordnung. Ganz im Gegenteil - dort geben die Schüler eher das Geld in rauhen Mengen aus, um ein paar wenige Inhalte zu lernen. Man könnte natürlich behaupten, dass das Geld in den "Sparstrumpf" des Lehrers schwarz eingezahlt wird, also irgendwie schon gespart wird, nur eben beim falschen ... der Rest der Schule hat nichts davon.

Was wäre also besser, als gemeinsam etwas zu sparen, was allen zugute kommt?

   
     


"Spar Sao - das Wing Chun Sparschwein" - Hier wird eingezahlt, wenn eine der 50 Cent Regeln gebrochen wird. Ganz simpel ...

   
     

Eigentlich gibt es in meiner Schule nur den Mitgliedsbeitrag als Kosten, die auf den Schüler zukommen. Es gibt aber auch sogenannte "50 Cent Regeln" ...

Leisten sich Schüler oder auch ich als Lehrer einige der oben erwähnten Schwachheiten (zu spät kommen, Handy klingelt, etc.), müssen 50 Cent in SPAR SAO eingezahlt werden.

     
     


"Ohne Schweiß ein Preis: nämlich 50 Cent!" - Es gibt simple Regeln, die eingehalten werden müssen - ansonsten sind 50 Cent fällig!

     
     

Wir (meine Schüler und ich) haben dazu vor vielen Jahren (ca. 2009) einige wenige Regeln gemeinsam aufgestellt.

Diese Regeln haben wir aufgestellt, um verspätetes Erscheinen, Handy klingeln oder Gerede während Technikerklärungen zu unterbinden.

Nachfolgend sind die Regeln aufgelistet:

     
     

1. DREI TRAININGSREGELN:

     
     
  • 50 Cent muss derjenige in Spar Sao einzahlen, der zu spät zum Training kommt (Schüler oder Trainer). Pünktlichkeit und Respekt gegenüber den Trainingspartnern sind wichtig.

     
     
  • 50 Cent sind von demjenigen fällig, dessen Handy während des Trainings klingelt bzw. wenn während des Trainings telefoniert wird (Schüler oder Trainer). Solche Unterbrechungen stören den Trainingsablauf!
     
     
  • 50 Cent sind von demjenigen Schüler fällig, der mit seinem Mitschüler redet oder diskutiert, wenn gerade Technikerklärungen anliegen bzw. neue Techniken erklärt werden und zugehört werden soll!
     
     

Diese Regeln sollten eigentlich nicht nötig sein - aber manchmal hilft sowas schon!

(nach oben)

     
           
   

4. Die "Sao" wird selbstverständlich geschlachtet - Geld für alle!

     
     

Glücklicherweise muss keiner traurig sein, wenn er häufig 50 Cent zahlen muss. Das eingezahlte Geld kommt allen zugute.

Einmal pro Jahr wird die "Sao geschlachtet" und wir verfeuern das zusammengesparte Geld bei einem sommerlichen Grillfest oder bei einer Weihnachtsfeier.

   
     


"Wing Chun Grillfest" Einmal pro Jahr wird Spar Sao geschlachtet und wir grillen gemeinsam bzw. veranstalten eine Wing Chun-Weihnachtsfeier.

   
     

Wer es also einfach nicht pünktlich kommt, finanziert immerhin zum Bruchteil seine eigene Bratwurst plus eisgekühltes Bierchen.

 

(nach oben)

     
           
    6. Fragen, Anregungen, Hinweise oder Kommentare? - Schreib mir ...      
     

Du hast Fragen, Anregungen, Hinweise oder Kommentare zu den Formen im Wing Chun?

Dann trau Dich und schreib mir an: info@wingchun-elsner.de

(nach oben)

   
           
   
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