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1. Teil 1 und Einleitung - Wing Chun Schreibweisen, das reine Chaos

 
 
     

Wenn man sich auf die Suche nach einer geeigneten Wing Chun Schule macht, bzw. Wing Chun Schulen besucht oder im Internet recherchiert, findet man geradezu einen Zoo unterschiedlicher Schreibweisen.

Allein hier in Stuttgart findet man diverse Schulen für "Wing Chun, Wing Tsun, Wing Tsung, Wing Tzun, Ving Chun, Ving Tsun, Wing Tjun, Ving Tshun, Wing Tsjun, Wing Dschun, Wing Shun, Wyng Tyun, etc." (abgekürzt: WC, WT, VC, VT).

Der reine Bezeichnungssumpf!

Anfänger bzw. Laien sind durch diese Bezeichnungsvielfalt komplett verwirrt und überfordert. Sie fragen sich, was ist jetzt eigentlich was und wodurch unterscheiden sich diese Wing Chun-Stile?

Zusätzlich gibt es stark kommerziell ausgerichtete und wiederum andere weniger kommerziell ausgerichtete Wing Chun Stile, die man nicht alle über einen Kamm scheren kann und darf.

Ich möchte sowohl der Frage nach dem Bezeichnungschaos als auch der Frage wie es zu dem Kommerzialisierungsgrad im Wing Chun bzw. seinen deutschen Derivaten kam hier in diesem längeren Artikel so gut es geht nachgehen - obwohl er trotz seiner Länge doch oberflächlich bleiben wird. Es gibt einfach zu viele Details, die hier aus Rücksicht auf Dritte nicht dargestellt werden können.

Ich gebe zum besseren Verständnis vor allem einen Überblick über die Entwicklung des Wing Chun Systems mit Blick auf Deutschland.

Der Artikel umfasst (auf Papier ausgedruckt) insgesamt 32 DIN A4 Seiten und kratzt - obwohl er so lang ist - in allen Teilen doch nur an der Oberfläche. Wollte man hier erschöpfend berichten, müsste tatsächlich mindestens ein Buch geschrieben werden.

Um dem Leser einen einigermaßen roten Faden zur Verfügung zu stellen, habe ich den gesamten Artikel in fünf Teile aufgespalten.

 
 
     

Teil 1 und Einleitung - Wing Chun Schreibweisen, das reine Chaos

 
 
     

In diesem ersten Teil dieses Artikels befinden wir uns gerade. Hier leite ich in das Thema ein und erkläre, warum es zu ein und derselben Kampfkunst unterschiedliche Namen bzw. Interpretationen geben kann.

 
 
     

Teil 2 - Yip Man, Stil-Schreibweise, Nachfolgerstreit und authentisches Wing Chun

 
 
     

Der zweite Teil des Artikels beschäftigt sich mit Yip Man als Ahne vieler Wing Chun Lehrer weltweit und geht auf die Frage ein, wie es zur Transkription "Wing Chun" aus dem Chinesischen gekommen sein kann.

Weiterhin wird der "Nachfolgerstreit" um das Erbe Yip Mans geschildert und ich gehe der Frage nach, ob es überhaupt "authentisches Yip Man Wing Chun" bzw. "original Wing Chun" gibt oder geben kann.

 
 
     

Teil 3 - Leung Ting, Keith R. Kernspecht, Leung Ting Wing Tsun und die EWTO

 
 
     

Der dritte Teil stellt Leung Ting als selbstdeklarierten "letzten Schüler Yip Mans" in aller Kürze vor.

Anschließend folgen einige Informationen über seinen erfolgreichsten deutschen Schüler Keith R. Kernspecht inkl. einiger Stationen dessen soweit zugänglicher Biographie wie z.B. Gründung der größten Wing Tsun Organisation Deutschlands - der EWTO (Europäische Wing Tsun Organisation).

 
 
     

Teil 4 - Kommerzialisiertes Wing Tsun, Markeneintragungen, Nichtigkeitsklagen

 
 
     

Im vierten Teil erläutere ich den Markenschutz der eingetragenen Wortmarke "Wing Tsun" und gehe auf die in Kampfsportarten / Kampfkünsten stattfindende Kommerzialisierung ein.

Weiterhin schildere ich die Wirkung von Kernspechts Wortmarke "Wing Tsun" auf seine ehemaligen Schüler und deren Versuch, eigene Marken eintragen zu lassen.

Schließlich erkläre ich, was man als Dritter bzgl. der Marke "Wing Tsun" darf und was nicht.

 
 
     

Teil 5 - Internationale Schreibweise "Wing Chun" und abschließende Worte

 
 
     

Im fünften und letzten Teil dieses Artikels gehe ich nochmal auf die Frage ein, warum man lieber gleich die Schreibweise "Wing Chun" als "Wunschbezeichnung" wählen sollte und beende den Artikel mit ein paar abschließenden Gedanken und Überlegungen zur Kommerzialisierung und zu Markeneintragungen im Wing Chun.

Durch diese fünf Teile sollte etwas Licht in das Dunkel der Namensgebungen gebracht werden und Laien bzw. Anfängern etwas Hintergrundinformation zur Verfügung gestellt werden.

(nach oben)

 
 
       
 
    2. Unterschiedliche Stilrichtungen ein und derselben Kampfkunst  
 
     

Es ist allgemein bekannt, dass Wing Chun eine chinesische Kampfkunst ist und eine Stilrichtung des chinesischen Kung Fu darstellt.

Wie bei den meisten Kampfkünsten üblich, haben sich im Wing Chun in Abhängigkeit von verschiedenen Lehrern und ihren speziellen Interpretationen über viele Jahrzehnte unterschiedliche Stilrichtungen ausgebildet.

Ein sehr gutes Anschauungsbeispiel zur Verdeutlichung dieser Entwicklung ist Karate.

Dort findet man:

  • Wado-ryu Karate,
  • Shotokan Karate,
  • Shito-ryu Karate,
  • Goju-ryu Karate
  • ...

und viele weitere (weit über 20) mehr oder weniger stark verbreitete Karate Stilrichtungen, von denen viele unabhängig voneinander entstanden sind.

 
 
     


Karate-Stile wie Sand am Meer - Etliche Karate-Stilrichtungen sind in den letzten Jahrzehnten gegründet worden. Viele davon sind Eigenentwicklungen berühmter Lehrer. Stilrichtungen wurden aufgrund von Ortsunterschieden (z.B. Okinawa), Meinungsverschiedenheiten oder unterschiedlicher Interpretationen einzelner Lehrer gegründet

   
     

Da es niemandem verwehrt werden kann, seine eigene Karate-Stilrichtung zu gründen, ist es über Jahrzehnte zu einer Fülle von Karate-Stil-Neugründungen gekommen. 

So ist einerseits mit den drei okinawanischen Orten Naha, Tomari und Shuri jeweils ein eigener Karate-Stil verknüpft.

Andererseits sind viele Karate-Stilrichtungen Eigenentwicklungen spezieller berühmter Lehrer wie z.B. Gichin Funakoshi (Shotokan), Hironori Othsuka (Wado-ryu), Kenwa Mabuni (Shito-ryu) oder Masutatsu Oyama (Kyokushinkai) ... und viele mehr.

Karate und seine vielen existierenden Stilrichtungen eignen sich somit hervorragend, um zu verdeutlichen, wie es zur Gründung unterschiedlicher Stilrichtungen aufgrund von Ortsunterschieden (z.B. Okinawa), Meinungsverschiedenheiten oder unterschiedlicher Interpretationen einzelner Lehrer kommen kann.

Wing Chun bildet in dieser Hinsicht ebenfalls keine Ausnahme.

Obwohl Wing Chun im Vergleich zu anderen Kampfkünsten vergleichsweise jung ist, haben sich auch im Wing Chun unterschiedliche Stilrichtungen ausgebildet, zu denen u.a.

  • Pan Nam Wing Chun,
  • Pao La Fien Wing Chun,
  • Gu Lao Wing Chun,
  • Yiu Choi Wing Chun,
  • etc,

und viele andere gehören.

Zwei Lehrer des 20. Jahrhunderts haben in dieser Hinsicht einen besonderen Bekanntheitsgrad erlangt:

  • Yuen Kay San und
  • Yip Man.

Beiden wird jeweils ein eigener Wing Chun Stil

  • Yuen Kay San Wing Chun und
  • Yip Man Wing Chun

zugeschrieben.

 
 
     


Im Wing Chun existiert eine ähnliche Stilvielfalt wie im Karate - Im Wing Chun haben sich in den letzten Jahrzehnten bis Jahrhunderten etliche Stilrichtungen ausgebildet. Yuen Kay San Wing Chun und Yip Man Wing Chun sind lediglich zwei ausgewählte Stile aus dem gesamten Spektrum.

 
 
     

Wir wollen unser Augenmerk im zweiten Teil dieses Artikels auf Yip Man richten, da er schlechthin als "der Urahne" der meisten deutschen bzw. europäischen Wing Chun Schulen gilt.

Klick hier auf den Link "Yip Man, die Stil-Schreibweise, Nachfolgerstreit und authentisches Wing Chun", um zum zweiten Teil des Artikels zu gelangen.

(nach oben)

 
 
       
 
    3. Fragen, Anregungen, Hinweise oder Kommentare? - Schreib mir ...  
 
     

Du hast Fragen, Anregungen, Hinweise oder Kommentare zu der hier aufgelisteten Schilderung zum ersten Teil und der Einleitung über Schreibweisen im Wing Chun?

Dann trau Dich und schreib mir an: info@wingchun-elsner.de

(nach oben)

 
 
           
   
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